Knowledge Sharing

 

Die Arbeits- und Unternehmenskultur unterliegt einem ständigen Wandel. Sie passt sich an gesellschaftliche Anforderungen an und ermöglicht so Innovationen und Fortschritte bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für ein erfolgreiches Unternehmen, welches sich diesem Wandel anschließen möchte, um sich und seine Unternehmenskultur weiterzuentwickeln, ist Knowledge Sharing unerlässlich. Entscheidungsfindungen werden beschleunigt, Problemlösungen wiederverwertbar, Lernroutinen aufgebaut und Innovationen und kultureller Wandel gefördert. Hieraus resultiert eine bessere Arbeitsleistung aller Mitarbeiter – neue Wege zu gehen, kann das Unternehmen also voranbringen und Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum steigern.

Unter Knowledge Sharing wird recht simpel das Teilen von Informationen innerhalb eines Unternehmens verstanden. Eine wichtige Charakteristik dabei ist allerdings, dass das Teilen nicht auf Need-to-know-Basis geschieht. Informationen werden im Idealfall mithilfe eines Intranets allen Mitarbeitern frei zugänglich gemacht. Das Intranet fungiert zusätzlich als eine Plattform für den internen Austausch und die direkte Wissensweitergabe. Das zum Austausch bereitgestellte Wissen kann dabei explizit sein oder eher Intuitionen umfassen. In Zeiten von Fachkräftemangel oder einer teils hohen Fluktuation auf einzelnen Positionen, bietet es sich an einen Wissenspool anzulegen, um möglichen Wissensverlust zu vermeiden.

 

Knowledge Sharing – nur ein weiterer Hype?

‚Sharing‘ ist im Sinne einer teilenden Ökonomie nach wie vor eines der aktuellsten Themen unserer globalen Gesellschaft. Daher mutet Knowledge Sharing ein wenig wie eine Fortsetzung des Hypes an, den wir in den letzten Jahren erlebt haben. Doch genauso wenig, wie das kollaborative Nutzen von Gütern eine Erfindung des 21. Jahrhunderts ist, ist es Knowledge Sharing innerhalb von Unternehmen oder Organisationen. Von einem weiteren Hype zu sprechen, wäre hier einerseits zu einfach und andererseits schlichtweg falsch. Unternehmen achten immer mehr auf eine positive Unternehmenskultur und darauf, ihre Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen, um schlussendlich eine positive Wirtschaftsbilanz zu erreichen. Interne Kommunikation und der Zugang zu Wissen sind hierfür ein wichtiger Punkt. Dadurch, dass immer mehr Unternehmen dies realisieren und auf neue Strategien setzen, um auch für neue Generationen an Bewerbern interessant zu sein, werden Herangehensweisen wie das Knowledge Sharing auch öfter thematisiert. So kann leicht der Eindruck eines Hypes entstehen.

 

Wie sieht eine gesunde Unternehmenskultur aus?

In einer gesunden Unternehmenskultur werden eine offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung der erbrachten Leistungen hochgehalten. Eine gemeinsam gelebte Unternehmensidentität gehört hier ebenso wie eine gemeinsame Unternehmenssprache zu den Charakteristika.

Wichtig ist, dass Konsens über die Ausrichtung und Zielführung des Unternehmens herrscht – unabhängig von der zur Kommunikation genutzten Sprache. Eine Unternehmenskultur sollte die Einzigartigkeit eines Unternehmens widerspiegeln, aber auch einen Rahmen bieten, in welchem Mitarbeiter frei agieren können. Eine gesunde Unternehmenskultur bleibt nicht starr, sondern ist offen für Wandel und Neuinterpretationen, ohne daraus Unsicherheit für die Mitarbeiter entstehen zu lassen. Gerade bei einer Umstrukturierung ist eine offene Kommunikation besonders wichtig.

 

Und wie verändert Knowledge Sharing nun die Unternehmenskultur?

Damit Knowledge Sharing von Unternehmen etabliert wird, muss bereits eine Unternehmenskultur gelebt werden, die offen für neue Wege ist. Sind Führungsetage oder Mitarbeiter gegen einen Wandel und lassen sich nicht auf die Umstellungen ein, wird die Einführung von Knowledge Sharing nicht unbedingt einen positiven Effekt haben.

Liegen jedoch bereits entsprechende Strukturen vor, wird die Unternehmenskultur durch Knowledge Sharing zwangsläufig offener und mehr auf eine Teilhabe der Mitarbeiter ausgerichtet. Strukturen werden transparenter und neue Lernmöglichkeiten werden etabliert. Mitarbeiter wie Führungskräfte lernen das Wissen von Kollegen als wertvoll zu erachten. Eigenständigkeit und Flexibilität der Mitarbeiter nehmen zu.

 

Knowledge Sharing fördert neue Arbeitsstrukturen

Doch nicht nur die Unternehmenskultur wird durch Knowledge Sharing gewandelt. Es entstehen auch neue Arbeitsstrukturen. Um einen Wissensaustausch optimal zu fördern und allen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, bestmöglich eingebunden zu werden, bieten sich offene Büroflächen mit Funktionszonen für Meetings oder für ein zurückgezogenes Arbeiten an. Doch auch Home-Office-Strukturen lassen sich ideal mit einem offenen Austausch des Unternehmenswissens verbinden. Gerade wenn einzelne Mitarbeiter remote arbeiten ist es wichtig, dass sie dennoch auf alle Informationen zugreifen können und mit den Kollegen vernetzt sind.

Mitarbeitern wird eine Plattform gegeben, um eigenes Wissen zu teilen, sich mit Kollegen auf kurzen Wegen zu vernetzen und sich in das Unternehmen einzubringen. Innovationen können leichter auf den Weg gebracht werden, Mitarbeiter fühlen sich eingebundener und profitieren von der Transparenz der Führungskräfte.

Knowledge Sharing ist also mehr als ein bloßer Hype und kann einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Kultur eines Unternehmens haben.